Hype-Skeptiker, nicht KI-Skeptiker: Was an KI im Recht Substanz hat (mit Tobias Voßberg)

Shownotes

Tobias Voßberg gilt als einer der deutlichsten Kritiker beim Thema KI im Recht und nutzt sie zugleich jeden Tag. Vor einem Monat hat er mit drei Kollegen die IP-Boutique Brento gegründet. In dieser Folge stellt er klar: KI-Skeptiker ist er nicht, Hype-Skeptiker schon. Was heute gelogen wird, was ChatGPT und Claude in der Rechtsberatung inzwischen können, und wo die Erfahrung des Anwalts durch kein Modell zu ersetzen ist.

Wir sprechen über sein Jahr als Head of IP bei Satisfyer und was er dort über Mandant:innen gelernt hat, über Verhandlungen, in denen beide Seiten nur noch KI-Antworten hin und her schicken, über die Frage, warum wegen KI niemand früher Feierabend macht, und über ein Jahr Kontoauszüge abschreiben, das heute in einer Dreiviertelstunde erledigt wäre. Dazu die Studie, ob wir KI-Zusammenfassungen zu sehr vertrauen, der Satz des Kirkland-&-Ellis-Chefs "AI is raising the floor for everyone, but we don't get hired for the floor", und Tobias' Wunsch für die Justiz: erst einmal technisch im Jahr 2020 ankommen.

Tobias Voßberg ist Partner der IP-Boutique Brento, Podcaster, KI-Experte und IP-Lawyer.
Brento: https://brentoip.com
Tobias Voßberg auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/vossberg/
Sein Podcast "Bis keiner mehr denkt" (früher "Jura & KI") mit Benedikt Raquet: https://open.spotify.com/show/2CRxFLZBiQCpPMxgR0GvTp
Tobias Voßberg im Netz: https://www.iplaw.lol

Diese Folge als Video auf YouTube: https://youtu.be/rY-NWjXnyDI
Fragen, Gästewünsche, Kritik: question@danielhalft.com

Wenn dir die Folge gefällt: Abo und Bewertung helfen dem Podcast.

Transkript anzeigen

00:00:00: Nö, du hast mich da so als Skeptiker, also KI-Skeptiker würde ich auch sagen, bin ich gar nicht.

00:00:03: Ich bin eher Hype-Skeptiker, sagen wir es so.

00:00:13: Willkommen zu Alles ist Recht, meiner Reise durch die Zukunft und die Vergangenheit des Rechts.

00:00:18: Ich bin Daniel Halft und heute geht es um die Frage, was an der KI im Recht Substanz ist und was ist eigentlich nur Hype, oder noch Hype.

00:00:29: Und dazu habe ich Tobias Voßberg da.

00:00:32: Er gehört zu den deutlichsten Skeptikern beim Thema und zugleich zu den eifrigsten Nutzern.

00:00:38: Und vor einem Monat hat er, hast du, Tobi, eine Kanzlei gegründet, Brento, ausgerechnet für KI im Recht.

00:00:46: also vielleicht nicht ausschließlich, aber schon ganz schön viel.

00:00:50: Tobi, schön, dass du da bist.

00:00:52: Hi, freut mich sehr.

00:00:53: Danke für die Einladung.

00:00:54: Na, sehr, gerne.

00:00:55: Ich bin total gespannt, was du uns erzählen wirst in der nächsten halben, dreiviertel Stunde.

00:01:01: Und bevor wir ins Thema einsteigen, ich dir gerne, möchte ich gerne mal kennenlernen, nochmal besser kennenlernen, kleine Überraschungsfragen für dich dabei.

00:01:09: Mhm.

00:01:09: Die erste ist, wenn du auf einer Party gefragt wirst, was du beruflich machst, was sagst du?

00:01:16: Inzwischen sage ich wieder, dass ich Partner von der Kanzlei bin. Vor einem halben Jahr hätte ich noch gesagt, bin Anwalt in einer Sextoy-Industrie.

00:01:22: War ein besserer Icebreaker als jetzt wieder der alte neue Job.

00:01:26: Ja, verstehe ich.

00:01:27: Okay, tut mir leid, dass du das jetzt verloren hast.

00:01:30: Ich kann ja dann aber immer sagen, ich war es bis vor kurzem noch und dann kann ich wieder das Thema abgreifen.

00:01:35: So zwei, drei Jahre lang können wir das wahrscheinlich.

00:01:38: Genau.

00:01:39: Ich war vor zehn Jahren mal bei Satisfyer.

00:01:44: Such dir aus, welchen Teil du nimmst.

00:01:46: Was liebst du an deiner Arbeit?

00:01:52: Dass ich kreativ sein kann, obwohl ich im Rechtsbereich bin.

00:01:55: Mhm.

00:01:55: Das mag ich daran am meisten.

00:01:58: Ich bin im IP, also im Marken- und Wettbewerbs- und Design- und Urheberrecht und so was.

00:02:05: In allen Rechtsgebieten ist ja das Storytelling wichtig, aber ich würde sagen, im IP am allerwichtigsten.

00:02:09: Weil da die Geschichte immer ist, ähnelt jetzt dieses Produkt dem anderen. Und da kommt es immer sehr darauf an, wie man Sachen framed.

00:02:18: und kann da richtig kreativ sein.

00:02:19: macht total Spaß daran.

00:02:21: Das ist total interessant, weil man denkt bei Recht immer an formal. Es muss Ja.

00:02:25: irgendwie die formalen Kriterien erfüllen.

00:02:27: Aber dass es eigentlich eine Geschichte ist, ähnlich wie auch bei anderen Sachen vor Gericht, dass man eine überzeugende Geschichte erzählen muss.

00:02:34: Ja, vor allem im IP versucht man natürlich einfach, also das, was so völlig normaler, gesunder Menschenverstand ist, wenn du jetzt irgendwie deinem Kind ein Überraschungsei oder eine Überraschungsei-Nachahmung zeigst, dann würde das Kind ja auch sagen, naja, weiß nicht, irgendwie sehen die insgesamt ähnlich aus und dann versuchst du

00:02:49: es halt im IP dann in irgendwelche, also das in irgendwelche Tatbestandsmerkmale runter zu subsumieren, die aber eigentlich nur den normalen Menschenverstand abbilden.

00:02:59: Hm, könnte man sagen, ist Jura an sich, Ja, ist eigentlich aber...

00:03:02: überall so. Aber da fällt es besonders auf, wenn du da irgendwie dann vom Gesamteindruck und von den prägenden Elementen und der Prägetheorie und solchen Sachen redest und eigentlich so sagst du, ja, fällt da halt am meisten auf, finde ich. Das Wort Coca Cola auf diesem Bild.

00:03:16: Fertig.

00:03:17: Ja, also was ich sagen wollte ist, manchmal habe ich auch den Eindruck, dass Jura sozusagen normaler Menschenverstand ist mit schlauen Worten. sagen Ja, wir mal so.

00:03:25: ja.

00:03:27: Apropos Menschenverstand, das passt jetzt total gut.

00:03:31: Oder andersrum erstmal, wie viel Prozent deiner Arbeit lassen sich eigentlich automatisieren? So stand jetzt vielleicht.

00:03:41: Da müsste man wahrscheinlich unterscheiden, wie viel Prozent der Arbeit, die vor ein paar Jahren noch nicht automatisiert war.

00:03:47: Mhm.

00:03:47: Also ich würde sagen, von dem, was ich so vor vier Jahren gemacht habe, wahrscheinlich 30, 40 Prozent oder so.

00:03:55: Und in vier Jahren?

00:03:56: Was meinste?

00:03:59: Hm, wahrscheinlich 60, 70 oder so was.

00:04:03: Also ich merke jetzt, da werden wir auch noch drüber reden, obwohl ich und alle in der Kanzlei echt totale KI-Power-User sind, dauernd gute Sachen, also Sachen wirklich richtig gut zu machen und so zu machen, dass wirklich der Mandant oder die Mandantin einen richtigen Mehrwert hat und das wirklich ein richtig geiles Ergebnis ist, was die intern auch

00:04:22: weiterverwenden können und so.

00:04:23: Dafür dauert es immer noch ein paar Stunden.

00:04:25: Also es geht dann jetzt vielleicht 30 Prozent schneller, so dieser ganze Initialaufwand, aber das am Ende so aufzubereiten, dass es richtig geil ist, dauert trotzdem immer noch und Und wird wahrscheinlich auch so bleiben.

00:04:35: da arbeiten dann Maschine und Mensch Hand in Hand oder so?

00:04:38: Ja, sagst, genau.

00:04:38: der initiale Aufwand geht schneller.

00:04:39: Okay, gut, würde ich gleich gerne noch mehr zu erfahren.

00:04:43: Und was muss menschlich bleiben?

00:04:45: Also sagen wir mal, ließe sich theoretisch auch automatisieren.

00:04:49: Ich glaube, was menschlich bleiben muss und auch menschlich bleiben wird, ist, dass du ja als Anwalt auch so bisschen zum Händchen halten da bist und jemand bist, der ...

00:05:00: gerade im IP kann es eben auch sein, weiß ich nicht, du bekommst irgendeine Abmahnung oder sowas oder eine einstweilige Verfügung und dann steht vielleicht dein gesamtes Geschäft vor dem aus, weil es dann eben heißt, oh naja, wenn die jetzt durchgeht, dann musst du morgen all deine Geräte oder all deine Produkte in die Presse schieben und ...

00:05:16: Da hast du schon eine wichtige Rolle als Anwalt, dass du jemanden anrufen kannst, der so sagt, gut, gucken wir uns mal an.

00:05:22: Da passiert jetzt im nächsten Monat nichts, alles easy.

00:05:26: Wir nehmen dich da an die Hand und wird alles gut. Und dich natürlich auch vor Gericht vertritt und so was. Das wird ja in den nächsten Jahrzehnten so bleiben, wie es jetzt ist.

00:05:36: so ein Vertrauen in den Menschen, wenn der sagt, wird oder jetzt passiert erstmal nichts, dass man emotional aber einfach erstmal beruhigt ist.

00:05:44: Ja, genau. ich meine, wir haben ja auch den Anwaltszwang beim Landgericht und der wird ja auch auf ewig so bleiben. selbst wenn es technisch möglich wäre, dass in Deutschland dann irgendwelche, die Sachen umgesetzt werden, die technisch möglich sind, vergehen ja ein paar Jahrzehnte.

00:05:56: Also von daher mache ich mir da keine Sorgen.

00:05:58: Und vielleicht ist es auch gar nicht sinnvoll.

00:06:00: Also vielleicht ist es ja auch etwas, was den Mandanten nicht unbedingt helfen würde, wenn es Ja, keinen Anwaltszwang gäbe.

00:06:06: voll.

00:06:07: Aber ich will gar nicht so sehr jetzt schon reinkommen.

00:06:09: Ich habe noch eine abschließende Frage.

00:06:11: Was wolltest du werden, bevor du Jura studiert hast?

00:06:15: Ich wollte erst Journalist werden, dann habe ich zwischendurch kurz Kriminalpolizei überlegt, aber dann waren bei meinem Aufnahmetest die Computer kaputt in Berlin.

00:06:26: Und da hieß es dann, wir in vier, fünf Wochen nochmal kommen und da hatte ich die Jura zu sagen und da habe ich einfach das gemacht.

00:06:31: Da war es zu spät für die Polizei.

00:06:33: Genau, weil ich mir auch gedacht habe, kann ich ja immer noch machen, wenn ich mit Jura durch bin.

00:06:37: zehn Jahre später hatte ich dann keinen Bock mehr drauf und darum ist eigentlich alles dann gut gegangen.

00:06:41: Du warst ja im Referendariat wahrscheinlich auch mal bei der Kriminalpolizei, oder? Also da gibt Ja, es ja diesen eine, Tag.

00:06:46: so eine, ja, diese Nachtfahrt, ja.

00:06:47: Hast du die auch gemacht?

00:06:48: Ja, wie fandest die?

00:06:50: Das war geil.

00:06:52: Also so bisschen bereut oder einfach okay, war schön, ich aber Nee, nicht so also machen.

00:06:55: wirklich, also wenn es nach mir gehen würde, ich würde einmal im Monat so eine Nachtfahrt mitmachen.

00:06:59: Das war wirklich so cool.

00:07:00: Also mit irgendwie einem Einbruch im Schwimmbad, aufgesprengter Geldautomat, dann Einbruch in irgendeiner Villa, dann Hmm.

00:07:07: irgendeine, also irgendwie auch drei Tote in der Nacht.

00:07:10: Das war jetzt natürlich nicht so super toll.

00:07:13: Aber Es war insgesamt aber total cool.

00:07:16: Es war eine Sommernacht und total spannend, was die die ganze Nacht über machen.

00:07:21: Das ist schon krass, was man da für einen Einblick bekommt, was in Berlin so abgeht.

00:07:24: Kriegt man sonst nicht mit.

00:07:26: Das stimmt. Ich bin heute beim Polizeiauto, also heute Morgen beim Spaziergang, vorbeigegangen.

00:07:30: stand irgendwie so, mehr Berlin geht nicht.

00:07:33: Das Ja, war so eine das ist Werbung, geil.

00:07:35: komm zur Polizei, wir zeigen dir Berlin.

00:07:37: Ich glaube, das stimmt total.

00:07:38: Ja, stimmt.

00:07:39: Ich erinnere mich auch noch an die Nachtfahrt.

00:07:41: Die war nicht so aufregend wie deine.

00:07:42: Aber ich wurde so begrüßt mit, ja, es ist heute sehr heiß, es wird wahrscheinlich viele Tote geben.

00:07:47: Mhm.

00:07:47: Glücklicherweise haben wir gar keinen gesehen.

00:07:49: Und dass Tote geben heißt, dass die Leute einfach sterben, weil sie alt sind oder weil es ihnen nicht Ja.

00:07:54: gut geht, die Hitze ihnen zusetzen.

00:07:56: um das nochmal klarzustellen.

00:07:58: Ja.

00:07:59: Da haben wir jetzt noch gar nicht drüber gesprochen.

00:08:01: Du bist vielleicht noch ein bisschen der Journalist.

00:08:03: Du hast ja auch einen Podcast.

00:08:05: Musstest den da raus?

00:08:06: Hast du den deswegen gegründet?

00:08:09: Mein Podcast heißt ja, er hieß früher Jura und KI, jetzt heißt er Bis keiner mehr denkt und den gibt es jetzt seit einem Jahr.

00:08:17: Den mache ich gemeinsam mit Benedikt Raquet, der ist Head of Legal Transformation bei Mazars und war am Anfang tatsächlich auch eher so ein Freundschaftsprojekt.

00:08:28: Also einerseits wollte ich schon immer ein Podcast machen tatsächlich, um so dieses Journalismus-Ding ein bisschen zu kompensieren.

00:08:33: Und andererseits haben wir uns so viel über diesen ganzen KI-Kram unterhalten, dass wir echt gemerkt haben, dass es die Freundschaft langsam belastet und wir dachten, okay, wenn wir es so kanalisieren, denn irgendwie eine Stunde, halbe Stunde alle zwei Wochen, dann können wir uns in unserer Freizeit wieder über den Müll unterhalten, über den wir sonst so reden und

00:08:48: es hat auch sehr gut geklappt.

00:08:49: Ihr lasst einfach Mikro mitlaufen dann.

00:08:53: Ja, nee, also ich wünschte, dass es ein bisschen laberiger wäre, aber müssen wir vielleicht noch hinkommen.

00:09:00: Ja, schau mal, wie sich's entwickelt.

00:09:03: Es ist Ja, ja bei mir genau.

00:09:03: genauso, auch da man startet an einem gewissen Punkt.

00:09:06: Ich meine, jetzt habt ihr den schon umbenannt, irgendwie von Jura und KI sehr breit, so alles abdecken zu, ich, ein Statement, bis Ja.

00:09:14: keiner mehr denkt.

00:09:14: Ist ja durchaus auch provokant.

00:09:18: Ja, und dann schauen wir mal, wo es weiter hingeht.

00:09:20: Also ich freue mich total, dass es den Podcast gibt.

00:09:22: Ich weiß auch, dass davon total vielen Leuten gehört wird.

00:09:25: Du wirst als Moderator eingeladen, weil du den Podcast machst und so.

00:09:30: Ja, bin gespannt, den Podcast wo es hinführt.

00:09:31: ist eine gute Sache, deswegen gut, dass du auch rein angefangen hast, wo der Wir Zeit ...

00:09:35: machen jetzt das typische Ding, der Podcaster interviewt den Podcaster.

00:09:38: Genau.

00:09:39: Aber es ist ja noch ein Fachgespräch, insofern können wir das, glaube ich, vertreten.

00:09:45: Ich komme mal zum fachlichen noch mal zurück.

00:09:47: zwar jetzt warst du ja bei Satisfyer, also Ja.

00:09:49: das schöne Partythema.

00:09:51: Vorher, soweit ich weiß, warst du Anwalt Hm?

00:09:55: im Wesentlichen. Wie war das mal, die Seite zu wechseln und ein Jahr lang auf der anderen Seite zu sein?

00:10:02: Das war eine wahnsinnig wertvolle Erfahrung, wo ich auch wirklich sagen muss, die müsste eigentlich jeder Anwalt und jede Anwältin mal machen, weil du ein ganz, ganz anderes Gefühl dafür bekommst, was Mandanten brauchen.

00:10:15: du auch ein ganz, dann erklären sich dir bestimmte Sachen erst, warum Mandanten von bestimmten Sachen von dir genervt waren oder sowas, oder du so merkst, dass die latent unzufrieden mit irgendwelchen Sachen waren.

00:10:27: Das verstehst du erst, wenn du inhouse bist und da dann mal ein Gefühl für die Abläufe bekommst und auch ein ganz anderes Verständnis für die Rolle, die du als Anwalt hast. Weil beispielsweise ich gemerkt habe, dass wenn du inhouse bist, kann es zum Beispiel sein, dass du von oben, der Geschäftsführung, kennst du aus deiner Zeit wahrscheinlich auch,

00:10:46: Druck bekommst, weil was weiß ich, irgendwas ist.

00:10:48: Ein Wettbewerber macht irgendwas, was Hmhm.

00:10:50: die Geschäftsführung nervt.

00:10:51: Und dann sagt die, hier, mach jetzt was.

00:10:52: Legal, los, drauf da.

00:10:55: Und wenn du dann als Rechtsabteilung Anwälte hast, die dir dann so sagen, also ja, weiß ich nicht, also hm, ja, die Chance ist jetzt nicht so toll und nee, ach, weiß ich nicht, die Fälle sind auch immer sehr schwierig und ach, und es dauert dann so und so, dann ist das Problem, was du in-house hast, nicht gelöst.

00:11:11: Weil du brauchst jemanden wiederum, wo du zur Geschäftsführung sagen kannst, ja, ich hab jetzt hier die Jungs und Mädels, die laufen jetzt los, die prüfen das, die haben gesagt, Chancen sind nicht so megatoll, aber die hauen drauf, wenn wir's wollen. Ich habe euer Problem gelöst.

00:11:24: Wenn er zurückgehen muss und sagen muss, die Anwälte, haben auch nicht so Bock, dann hat er immer noch den Druck von oben.

00:11:31: Ja.

00:11:33: Ich habe auch ganz anderes Verständnis dafür bekommen, was die Infobeschaffung in so Unternehmen angeht, dass du nicht einfach den Mandanten irgendwelche Fragen über den Zaun zurückschmeißen kannst als Anwalt und sagst, klär doch mal dies und das und wie ist denn das eigentlich.

00:11:48: Im besten Fall musst du ihm sagen, wen er was fragen soll und wie wie das aufbereitet sein muss und so.

00:11:54: Und da kannst du echt einen ganz anderen ...

00:11:56: Service Level bieten.

00:11:57: Super, das bringt mich zur nächsten Frage.

00:12:01: Du hast ja jetzt gegründet, auch wie gesagt, es geht um KI im Recht, auch in der Kanzlei.

00:12:07: habt KI in den Prozessen.

00:12:09: Du hast mal gesagt, darf ich mal provokant sein, irgendwie Hm?

00:12:12: der Rechtsabteilung reicht eine kostenlose 3 minus.

00:12:15: Hab Mhm.

00:12:15: ich jedenfalls recherchiert.

00:12:16: Mhm.

00:12:17: Was verkaufst du ihnen jetzt?

00:12:19: Also Ja, wahrscheinlich nee, nichts kostenloses.

00:12:21: also intern reicht oft die kostenlose 3-, weil das kennst du ja auch, du brauchst in-house nicht immer die 10 von 10 perfekte Jura-Lösung oder den 10 von 10 Vertrag, sondern manchmal musst du auch einfach sagen, ey, wir brauchen jetzt ganz schnell irgendeinen Vertrag mit dem und dem, prüft es mal, zack, so.

00:12:38: Und wenn das der in-house Jurist mit ChatGPT macht, reicht es oft. Aber die Sachen, die bei uns ankommen, das sind einfach natürlich die Sachen, wo nicht die 3- reicht, also wo es um ...

00:12:49: wirklich wichtige Lizenzen geht oder so, wo wenn du da irgendwas falsch gedraftet hast, du einfach dein Produkt nicht benutzen kannst. Oder wo es darum geht, dass du ein Produkt aufsetzt oder ein Produkt angegriffen wird als Nachahmung.

00:13:02: wenn du, wie ich am Anfang schon meinte, wenn du dir da eine einstweilige Verfügung fängst, du einfach möglicherweise Millionen Schaden hast. Und da haben dann Unternehmen üblicherweise nicht so ein Problem, da ein paar Euro lieber in die Hand zu nehmen, dass sie sich Experten angucken, die auch Erfahrung haben. Statt es einfach nur einmal kurz in den Claude

00:13:19: reinzuschieben und zu sagen, hier bist du nicht auch der Meinung, dass es eigentlich gar keine Nachahmung ist.

00:13:25: Ja, und unten steht dann so, KI kann sich irren.

00:13:28: Genau.

00:13:29: Das liest ja keiner mehr.

00:13:30: Also wenn ich die Schulungen gebe, dann fällt mir das immer wieder auf, weil ich gucke mir dann an, das haben sie jetzt irgendwie an der Benutzeroberfläche geändert und dann fällt mir der Satz immer wieder auf.

00:13:38: Aber eigentlich liest den ja keiner mehr.

00:13:40: Das ist Zumal schon...

00:13:41: die sich ja auch, muss ich sagen, muss immer und immer weniger irrt.

00:13:45: Also ich finde inzwischen Cheche B.T.

00:13:48: und auch Claude auch bei Rechtsberatungen so unglaublich gut schonen und so weit entwickelt, dass diesen Irrtum-Disclaimer brauchen sie kaum noch.

00:13:59: Jetzt bin ich überrascht.

00:14:00: Ich dachte, du sagst heute ganz viel so, na, und da ist sie noch nicht so gut und so.

00:14:04: Da hast du Nö, ja viel du bei hast LinkedIn.

00:14:06: mich da so als Skeptiker, also KI-Skeptiker würde ich auch sagen, bin ich gar nicht.

00:14:09: Ich bin eher Hype-Skeptiker, sagen wir es so.

00:14:12: Okay, also sozusagen grounding, also realistisch bleiben und schauen, was kann die KI und was kann sie eben nicht.

00:14:19: Ja.

00:14:19: Also zum Beispiel habe ich dich wahrgenommen bei LinkedIn sehr stark mit Kritik an Legal Tech Unternehmen, die irgendwie KI verkaufen, Legal Ja.

00:14:28: KI verkaufen und einem quasi das blaue Vermögen versprechen.

00:14:32: Ja, genau, da wird einfach bis heute unglaublich viel gelogen, die ganze Zeit, und einem erzählt, was alles möglich ist und was es alles an irgendwelchen Nischenlösungen gibt, die dann am Ende aber alle überhaupt nicht toll funktionieren.

00:14:43: Hm.

00:14:43: Gleichzeitig habe ich auch nach wie vor das Gefühl, auch wenn sich es ein bisschen schon verbessert hat, dass ohne Ende Leute mit in diese Diskussion rein quatschen, die selber nie mal juristisch tätig waren, aber Hauptsache versuchen, und welche KI-Produkte zu verkaufen.

00:14:57: wo du einfach in jeder Zeile siehst, die von diesen Leuten geschrieben wird, dass das einfach, dass die keine Ahnung haben von dem, was die da erzählen.

00:15:04: Ich bin immer bisschen uneins mit mir selber.

00:15:09: Wie viel ist es realistisch?

00:15:11: Was du Ja.

00:15:12: sagst, das sehe ich ja auch so.

00:15:13: Man muss schon gewisse Prozesse und Zusammenhänge kennen, um uns gute Fallbeispiele zu nennen oder zu sagen, das funktioniert so.

00:15:21: Auf der anderen Seite, ein Stück ist es, glaube ich, auch standesdünkel. Also sozusagen, wenn wir uns mehr hinbewegen würden und mehr zusammenarbeiten.

00:15:28: Und da gibt es ja auch gute Beispiele für.

00:15:32: können uns glaube ich auch Leute helfen, die nicht Jura studiert haben. Aber es muss irgendwie Nee, immer im absolut.

00:15:35: Kurs wenigstens Ja, mit dabei sein, der so Ja.

00:15:39: beratend tätig ist.

00:15:39: Nee, also das würde ich auch nie behaupten, dass du jetzt unbedingt Jurist sein musst, um Juristen ein KI-Produkt anzubieten.

00:15:46: Aber wenn du dann eben als Nichtjurist, als Verkäufer von so einem Produkt, dann irgendwelche super schlauen Artikel schreibst, wo du ihm erzählst, so wird sich jetzt die Rechtsbranche verändern und so was, macht man sich halt schnell ein bisschen lächerlich.

00:15:59: Okay, das kann man wahrscheinlich in der Rechtsbranche besser beurteilen.

00:16:03: Ich habe noch im Hinterkopf, du hast ja gesagt, drei Minus reicht vielleicht intern mit ChatGPT.

00:16:09: Vielleicht ist es auch gar keine drei Minus mehr, weil ChatGPT Hm?

00:16:13: bessere Ergebnisse liefert und sich immer weniger irrt.

00:16:16: Ich hatte in der ersten Folge des Podcasts Alexander Steinbrecher, den Hm?

00:16:20: du ja auch sicher kennst, da und der hat mir gesagt, der hat die durchschnittlichen Rechtsberatungskosten in den letzten Jahren umgebracht. 90 Prozent, also die externen Rechtsberatungskosten um 90 Prozent gesenkt.

00:16:33: Ja.

00:16:33: Das hat er gemacht mit einer Mischung aus KI-Einsatz und aber auch tatsächlich in Insourcing.

00:16:40: Also er Mhm.

00:16:40: hat mehr Syndikusrechtsanwälte angestellt und gleichzeitig sagt er aber auch die Koryphäen und die Litigator, die beauftragt er weiter. Das wird ein Inhouse nie erreichen können.

00:16:55: Ist das eigentlich das, was du auch sagst?

00:16:56: Habe ich dich da richtig verstanden?

00:16:59: Weil du sagst ja auch so, gewisse Dinge, da braucht es einen Spezialisten.

00:17:03: Ja, absolut. ich finde, es ist ja eben eine Frage, ob jetzt die KI dir in der Theorie irgendwas gut einschätzen kann.

00:17:13: Es ist aber, also und vielleicht dir jetzt auch, auch im IP kann dir auch Sachen super gut einschätzen und sagen, wie groß sind Erfolgsaussichten in bestimmten Bereichen oder so.

00:17:21: Aber was die KI natürlich nicht kann, auf absehbare Zeit ist tatsächlich dieses strategische Erfahrungswissen zum Beispiel haben.

00:17:30: oder auch wirklich dieses hochstrategische wie Litigation sein kann.

00:17:34: Also wo es jetzt ja nicht nur darum geht, oh, lässt du jetzt in dem Antrag drei, vier Sätze weg, sondern wo es ja wirklich darum gehen kann, also solche Fälle hatte ich auch schon, wo du globale Litigation hast, wo es darum geht, du greifst in dem Land die Marken an aus den Gründen, dann meldest du in diesen Ländern die und die Sachen an.

00:17:54: Hier bringst du die Argumente da nicht in welchen ...

00:17:57: In welchen Märkten darfst du welche Argumente wie bringen, sodass du dir nicht widersprichst?

00:18:01: Wie kannst du argumentativ den anderen auch irgendwie in eine Falle locken und so was?

00:18:07: Und dabei kannst du natürlich ChatGPT einsetzen, aber du würdest wiederum niemals nur mit ChatGPT dahin kommen.

00:18:18: Wie soll es gehen, ohne dass du diese Erfahrung hast?

00:18:21: Du kannst ja jetzt sagen, ChatGPT, bitte, für aber den Prozess super strategisch und super schlau.

00:18:27: und Make No Mistakes, kommt ja immer noch nichts bei raus. Um mit Hilfe von ChatGPT dann so gut solche Prozesse führen zu können, dafür brauchst du eben dieses Erfahrungswissen nach wie ist vor.

00:18:37: das auch Wissen, was nirgendwo steht.

00:18:39: Sonst könnte man ja sagen, muss man ein paar mehr Trainingsdaten haben. Es ist eher Praxiswissen.

00:18:44: Ja, also ja klar, wenn du jetzt super gute Trainingsdaten hättest, dann könntest du wahrscheinlich damit auch natürlich sehr gute Sachen erreichen. Es ist aber auch einfach viel so Judiz und auch Bauchgefühl und sowas und auch mal so Verhandlungen führen und mal...

00:19:03: Also zum Beispiel natürlich kann dir die KI beispielsweise sagen, oh naja, hier, ich habe jetzt mal die und die zehn Verhandlungsstrategien.

00:19:11: gelesen und du kannst ja die Verhandlung mal mit den und den Taktiken führen und sag als nächstes dies und das. Aber die KI kann natürlich nicht in einem Verhandlungsgespräch erkennen, weiß ich nicht, zuckt der andere, wenn du jetzt eine Summe sagst.

00:19:24: Und du ein Gefühl dafür bekommst, okay, scheint für die okay zu sein, wahrscheinlich kriegen wir die am Ende.

00:19:30: Oder die KI kann natürlich auch nicht in einer gewissen Art und Weise auftreten bei Verhandlungen.

00:19:35: Bei Verhandlungen ist ja auch einfach mal oft wichtig, dass man sich sympathisch ist.

00:19:38: So, dann kommt man vielleicht auch schon bei Sachen voran.

00:19:42: wo man einfach die menschliche Komponente braucht und da wird sie natürlich auch nicht unterstützen können.

00:19:47: Das habe bei Vertragsverhandlungen oft gemerkt.

00:19:49: Ja.

00:19:50: Solange man sich Dinge hin- herschickt, dauert es Wochen und Monate. Wenn man sich mal einen Tisch setzt, es nach einer Stunde geklärt.

00:19:55: Genau. auch bei ...

00:19:57: Also ich hatte auch schon riesige Litigation-Fälle, weltweit ...

00:20:00: Man hat sich da gegenseitig aufs Maul gehauen in zig Ländern und so.

00:20:03: Und irgendwann haben alle gesagt, was soll eigentlich der Quatsch?

00:20:05: Wir treffen uns jetzt im Hotel, setzen uns jetzt mal zwei Stunden hin oder drei, vier.

00:20:10: Und dann wird das Ding jetzt mal gesettelt.

00:20:12: Und wie legen wir die Verfahren bei?

00:20:13: Und wer zahlt wen an was?

00:20:14: Und dann ist fertig.

00:20:16: ja, das wird die KI ja nicht machen, dass zwei Bots sich darüber unterhalten.

00:20:22: Ja, genau. bis zu einem gewissen Punkt.

00:20:24: Man kann ihnen natürlich Vorgaben geben.

00:20:26: Man kann sagen, du darfst hier nachgeben.

00:20:28: Ja.

00:20:28: vielleicht gibt es ja auch viele Bereiche, die die KI später übernimmt. Also so Ja.

00:20:33: 80 Prozent, 90 Prozent des Vertrages, mein Gott, Gerichtsstand oder so. Da einigen die sich schon mal.

00:20:38: Und die schwierigen Dinge, dann die Menschen.

00:20:42: Oder das, was die Ja, KI nicht entscheiden.

00:20:44: und was ich zum Beispiel merke beim Thema Verhandlungen, was total schrecklich ist gerade, wir verhandeln zum Beispiel gerade mit einem Softwareanbieter zu unserer Kanzlei Software Mhm.

00:20:51: und da ist egal, was ich dem schreibe, ich kriege da immer so seitenlange ChatGPT Antworten von denen zurück und du merkst, dass früher hätte er vielleicht meine Antwort noch gelesen und sich überlegt so, hm, der ist ja vielleicht ein guter Vorschlag, können wir ja mal echt überlegen.

00:21:04: Jetzt siehst du halt, dass er es in ChatGPT ballert und sagt hier, sag ihm mal freundlich, nee.

00:21:08: Und dann jedes Mal zurückkommt, du, also vielen Dank, ja, danke, dass du es nochmal und ich verstehe, dass ihr irritiert seid, aber ja, machen wir nicht und viele Grüße.

00:21:15: Interessant.

00:21:16: Und Also da die kommst Entscheidungen du.

00:21:17: verändern sich.

00:21:18: Ja, also ich hatte auch in Haus gab es auch schon Verhandlungsrunden, wo sich dann da irgendwie Leute aus dem Sales Team und die Gegenseite da über Wochen so KI generierte Müll E-Mails hin und her geschickt haben und wo nichts vorangeht, weil beide einfach beide Seiten das in ihre KI ballern und sagen, hier komm, schreib mal eine Antwort,

00:21:35: dass wir bei unserem Punkt bleiben.

00:21:36: Tschüss und Hmm.

00:21:37: früher.

00:21:38: Hättest du schon so überlegt und gedacht, ich habe keinen Bock mehr, wir müssen jetzt irgendwie vorankommen.

00:21:42: Das ist jetzt die zehnte E-Mail, ich hier schreiben muss.

00:21:44: Wir müssen jetzt irgendwas ändern.

00:21:45: Und du hast jetzt keinen Aufwand mehr.

00:21:46: Du kannst ja 10.000 E-Mails schreiben.

00:21:48: Und Ja.

00:21:49: deswegen habe ich das Gefühl, es bleibt echt stecken, wenn du da nur in so KI-Verhandlungsschleifen bist.

00:21:53: Menschliche Aufmerksamkeit ist eben ein knappes Gut.

00:21:56: Ja.

00:21:58: Wenn man sagt, ich habe jetzt die Zeit nicht, ich kann mich darum nicht kümmern, dann ist man vielleicht eher einigungsbereit.

00:22:03: Ja genau und du kannst jetzt auf dem Weg zu U-Bahn, kannst jetzt meine E-Mail an diesen Software-Typen, die kann er halt kurz in ChatGPT ballern und die im Reihen quatschen. Hier schreibt mal eine Antwort.

00:22:11: Nee, kein Bock.

00:22:12: So, bumm, und wieder rausknallen.

00:22:13: Und früher hätte er sich vielleicht mal hingesetzt und eine halbe Stunde überlegt oder so.

00:22:16: Ja, okay. Du hast mal gesagt, das passt eigentlich, wegen KI macht niemand früher Feierabend.

00:22:22: Ja, Ja.

00:22:23: jetzt könnte der natürlich in den Feierabend gehen, aber wahrscheinlich, und das ist, ich, das, was du dazu sagst, man macht einfach mehr.

00:22:29: Habe ich dich da richtig verstanden?

00:22:31: Ja, Leute, die sehr viel zu tun haben, machen nicht mehr Feierabend. Also es gibt natürlich ein bisschen das Problem in Unternehmen, die KI ausrollen, dass die natürlich nicht mitbekommen, wenn Leute früher Feierabend machen.

00:22:44: Hahaha Also es wird natürlich schon Leute geben, bei denen du viele Sachen von dem, was die so machen müssen, jetzt mit KI superschnell erledigen kannst.

00:22:51: Also beispielsweise mein erster WiMi Job bei Noerr.

00:22:55: Da habe ich über ein Jahr lang Kontoauszüge abgeschrieben und Darlehensrückgewährschuldverhältnisse ausgerechnet mit Excel-Tabellen.

00:23:02: Und da könnte man buchstäblich meine Arbeit aus einem Jahr jetzt wahrscheinlich in einer Dreiviertelstunde machen.

00:23:07: Wow.

00:23:07: Also hundertprozentig wirklich so, was wir da zur Fünft in einem Jahr gemacht haben.

00:23:13: Aber es ist natürlich so, dass selbst wenn ich jetzt diesen Job mit KI hätte und mit 20 wäre, könnte es sein, dass, obwohl ich damit so wahnsinnig viel schaffe, dann doch so tue, als wäre es nicht so.

00:23:27: Weil man sich dann denkt, na ja, ich jetzt viel entspannter, ich arbeite jetzt nur drei, vier Stunden am Tag und kriege trotzdem dasselbe Geld.

00:23:33: Und dann natürlich der Incentive ziemlich gering ist, zum Chef oder zur Chefin zu gehen und zu sagen, du, ach, willst du mir nicht noch mehr geben?

00:23:39: Mit KI bin ich so schnell, ihr braucht mich doch eigentlich gar nicht.

00:23:43: Bei Selbstständigen ist das ja anders.

00:23:45: Wie ist das denn bei dir?

00:23:46: Also siehst du eher eine, also kannst du früher Feierabend machen oder schaffst du jetzt einfach mehr?

00:23:51: Oder wachst du nie Feierabend, weil die KI immer mit was kommt?

00:23:55: Nee, sind zwei Aspekte.

00:23:57: Natürlich, ich merke einerseits, der Job macht mir Spaß, weil ich von den nervigen Sachen, die jetzt schneller gehen und ich da nicht mehr die Zeit mit vergeude, mit irgendwie Schriftsatzkorrektur lesen, formatieren, dieser ganze Schrott.

00:24:10: Also da bin ich zum Beispiel total froh, aber den Zeitgewinn, den ich dann habe, den investiere ich dann aber andererseits dann doch wieder darin, um die Qualität inhaltlich höher zu bekommen.

00:24:23: Und das kennst du bestimmt auch, dass irgendwie durch KI man ja auch verlockt ist zu sagen, ach ja komm, also das mach ich jetzt noch schnell.

00:24:29: Und Hm?

00:24:30: durch KI vergeht die Zeit auch schneller, weil es irgendwie weniger anstrengend ist und auch mehr Spaß macht und bumm sind doch wieder zwei Stunden rum und du sitzt da irgendwie abends um zehn, weil du irgendwie dachtest, ach komm, die Einschätzung mach ich jetzt noch schnell.

00:24:42: Und da schätze selbst ich immer, wie lange es dann doch noch irgendwie dauert.

00:24:45: Oder ich gebe das der KI, dem Assistenten oder dem Skill, sag, mach Hm?

00:24:48: mal. Und dann nach dem Abendessen geh ich noch mal kurz runter und schaue, ob er noch irgendwas von mir braucht Ja.

00:24:54: oder was das Zwischenergebnis ist.

00:24:56: Ich hab auch tatsächlich manchmal den Eindruck, das ist schlimm, wenn man das so sagt, dass ich manchmal zum Assistenten der KI werde, Mhm.

00:25:03: weil der nämlich eine Freigabe braucht oder so.

00:25:05: Ja, es wäre irgendwie schön, wenn ich den Ort noch mal schauen könnte.

00:25:08: Also Ja.

00:25:08: zum Beispiel bei Cowork.

00:25:10: Das heißt, ich mach die billigen, blöden Aufgaben, die im Wesentlichen ja nur da sind.

00:25:14: zur Sicherheit. Ich könnte mir auch alles freigeben, wenn Ja ich so irre Click wäre.

00:25:16: Monkey.

00:25:17: genau.

00:25:17: Ja ja ne mach.

00:25:18: Hm okay.

00:25:20: Ja.

00:25:21: Und so ein bisschen wie bei den Cookies.

00:25:23: Cookie Banner tendiert man dazu immer mehr freizugeben, weil man keine Lust hat, sich das jetzt durchzulesen so im Einzelnen.

00:25:29: Es gibt ja leider nicht den einen Button, irgendwie nur die notwendigen Cookies.

00:25:34: Also je mehr ich freigebe, desto mehr kann mir die KI auch erledigen.

00:25:38: Das Ja.

00:25:38: finde ich schon ein Zug, den ich so merke.

00:25:40: Ja, Click Monkey ist ein schöner Begriff.

00:25:43: Ja und ich finde auch tatsächlich schwieriger inzwischen auch abzuschalten, weil du einfach, weil es eben auch so Spaß macht und ich dann immer so denke, kriege ich das nicht auch noch mit KI hin?

00:25:53: So, komm, das wäre doch jetzt mal geil.

00:25:54: Und dann probierst du irgendwelche Sachen rum, hast zwei Stunden mit der KI gebraucht und hättest das vielleicht auch in einer Viertelstunde selber machen können.

00:26:00: Aber dann denkst du, nee, das wäre schon geil, wenn er das in Excel mir auch machen könnte.

00:26:05: Es ist ein bisschen das, was du auch mal gesagt hast, dass gibt eine Studie, dass IT- Softwareentwickler denken, dass sie schneller arbeiten, aber effektiv tun sie es gar nicht.

00:26:15: Ja.

00:26:15: Sondern sie brauchen länger.

00:26:16: Ist vielleicht das gleiche Phänomen?

00:26:18: Ja, kann schon sein.

00:26:19: Also ich habe das Gefühl bei irgendwelchen Vertragsdrafts oder so, dass die trotzdem am Ende stundenlang dauern.

00:26:28: Nur mehr Spaß machen, weil du jetzt eben sagst, ich brauche noch eine Klausel, so ist.

00:26:33: Ist das denn Konsistenz damit?

00:26:34: Wie ändert sich das denn, wenn ich dieses Datum dahin ändere und so?

00:26:37: Es geht wahrscheinlich am Ende schon schneller oder vielleicht dauert es auch genauso lang oder sogar ein bisschen länger.

00:26:42: Aber die Qualität ist, glaube ich, schon besser als früher.

00:26:44: Also ich wette, jetzt ein Vertrag, den ich mit ChatGPT mache, der ist garantiert viel geiler als das, was ich jetzt vor fünf, sechs Jahren in meinem zweiten Jahr da zusammen gematscht hätte.

00:26:53: Aus irgendwelchen Mustern.

00:26:54: Und die Formatierung ist viel schöner.

00:26:56: Früher saßen Ja.

00:26:56: ja auch viele Verträge, also der Inhalt war das Wichtige, ist ja auch richtig, aber die Formatierung war grottig.

00:27:01: Ja.

00:27:02: Und jetzt kann man das irgendwie wunderschön sich alles aufbauen lassen.

00:27:07: Das so bisschen zur formellen Arbeit.

00:27:09: der anderen Seite fand ich es total spannend.

00:27:11: Ihr hattet, glaube ich, kürzlich eine Folge, da ging es darum, wie KI unsere Erinnerungen verändert.

00:27:16: Hm?

00:27:16: Das ist jetzt so eher diese Click Monkey.

00:27:18: Also was macht es eigentlich mit uns?

00:27:20: Ja.

00:27:21: Was hat dich daran beschäftigt?

00:27:24: Es ist ein Artikel aus der Washington Post, ist irgendwie erst eine Woche alt oder so was, wo zwei verschiedene Studien ausgewertet wurden, also ob KI unsere Erinnerung beeinflusst und wo es auch so bisschen darum ging, wie kritisch sind wir bei KI-Ergebnissen.

00:27:38: Und in dem einen ging es darum, dass eine KI irgendwie, wie heißt noch mal, ich glaube, irgendeinen Tathergang zusammen, oder, nee, genau, einen Unfall zusammengefasst hat.

00:27:51: Also Mhm.

00:27:52: du hast ein Video von einem Unfall gesehen, ich glaube so war es, nagelt mich jetzt nicht drauf fest.

00:27:56: Und in dem Video fehlte zum Beispiel ein Straßenschild und dann hat die KI dir eine Zusammenfassung generiert und gesagt so ja und da ist ja auch ein Stoppschild im Weg gewesen oder sowas, also was nicht stimmte.

00:28:05: Und es gab aber auch menschlich geschriebene Zusammenfassungen, auch mit Fehlern drin. Man hat dann eben festgestellt, aha, die Leute glauben quasi den KI generierten Zusammenfassung genauso wie den menschlichen Zusammenfassung.

00:28:18: wo man jetzt erst denkt, gut, ist daran jetzt die große Erkenntnis, dass man sich da natürlich von der KI so bisschen gaslighten lässt.

00:28:25: Aber es hätte natürlich theoretisch sein können, dass man die These vertritt, dass wir bei KI-Ergebnissen besonders kritisch sind und du vielleicht, wenn du siehst, dass es KI generiert, denkst, ob das wirklich stimmt, dass da ein Stoppschild ist.

00:28:36: Aber Okay.

00:28:36: es scheint nicht so zu sein.

00:28:37: Also wir nehmen die KI-Ergebnisse anscheinend genauso ernst wie von Menschen.

00:28:41: Vielleicht ja auch, ich habe jetzt die Folge nicht ganz gehört, aber vielleicht ja auch zu Recht, weil sich ja auch Menschen falsch erinnern.

00:28:46: Also das typische Phänomen, Ja.

00:28:47: irgendwie drei Zeugen, fünf verschiedene Sachen, die sie gesehen haben.

00:28:51: Oder jeder hat was anderes gesehen.

00:28:53: Ja, eben, genau.

00:28:54: Es gab auch noch eine andere Studie, wo Leute nach einer Tat von einem Chatbot interviewt wurden, der dann irgendwie gesagt hat, ja, was hatte der denn für eine Waffe?

00:29:00: Und in Wirklichkeit gab es in dem Video gar keine Waffe.

00:29:03: Mh.

00:29:03: Und sich auch die Leute dann mit einer viel höheren Wahrscheinlichkeit geirrt haben, als wenn es klassische Fragebögen waren.

00:29:08: Und dann denkst du dir auch, ja, gut, der Erkenntnisgewinn ist ja nur bisschen begrenzt, weil, finde ich, andererseits weiß man ja, dass wir so ticken.

00:29:17: Also dass du ja schon mit wenigen Worten dem anderen Erinnerung einpflanzen kannst.

00:29:22: Und dass es jetzt bei einer KI ähnlich ist, war ja irgendwie zu erwarten.

00:29:26: Ja, es ist vielleicht leichter jetzt, Irgendwie gute Betrüger oder, ne, konnten sowas früher immer ganz gut, ja, Ja.

00:29:32: irgendwie sich so, weiß ich nicht, da einschmeicheln oder Reputationen aufbauen. Jetzt geht, jetzt kann es halt quasi jeder mit der KI zusammen oder, ne, hat halt seinen KI-Agenten.

00:29:42: Das erinnert mich so bisschen an dieses Spam oder, wer ist denn die Phishing-Mail, also wo, weiß ich nicht, der Prinz aus Nigeria Hm?

00:29:48: oder irgendwie solche Dinge.

00:29:50: Das war ja früher, das hast du ja schon am Deutsch gemerkt, ist das offensichtlich.

00:29:54: schwierig und irgendwie komisch ist.

00:29:56: Jetzt inzwischen sind das 1A Schreiben.

00:30:00: Ich sehe es halt immer nur zum Beispiel am Absender.

00:30:01: Ja.

00:30:02: Man kann ja immer dahinter gucken, was ist denn die wirkliche Absenderadresse und wenn das dann irgendwas 123 XY hat, was das ich ist, dann weiß ich, okay, es ist halt irgendwie Phishing.

00:30:13: Das Problem ist auch, das macht alle natürlich auch so bisschen gleicher, weil wie in meinem Verhandlungsbeispiel vorhin, früher war es gut, wenn du ein Superverhandler warst, jetzt ist es fast irrelevant, weil der andere deine E-Mails auch nur in ChatGPT ballert und außer ach, hier antworte mal wie ein Superverhandler und dadurch am Ende keiner von beiden Vorteile hat

00:30:30: und beide so stecken bleiben.

00:30:32: Das ist übrigens das, was Steffi Beyrich auch gesagt hat, das KI uns ein Stück weit immer gleicher macht.

00:30:38: ich glaube auch sozusagen, bei allem, was sich automatisieren lässt, wird es so sein.

00:30:42: Meine These ist ja, bei den Dingen, wo man sich dann noch trifft, wird es umso wichtiger sein, dass du mit deiner Persönlichkeit, dass du mit deiner Strategie da durchkommst.

00:30:53: Also sozusagen bei den Bereichen, die nicht schriftlich sind.

00:30:57: Der CEO von Kirkland & Ellis, der größten Kanzlei der Welt, gesagt, ich wünsche es, wer mein Zitat, muss ich sagen, weil ich es so cool finde, der meinte, AI is raising the floor for everyone, but we don't get hired for the floor.

00:31:09: Das fand ich schon ziemlich geil, ja.

00:31:12: Weil die ja irgendwie 500 Millionen angeblich investieren in ihre eigenen KI-Lösungen.

00:31:17: Okay, das ist meine Wette auf die Zukunft, würde ich Ja.

00:31:20: sagen. Aber das Gleiche machst du ja, vielleicht nicht ganz auf diesem Level, Ja.

00:31:26: jedenfalls geldmäßig, inhaltlich sicher.

00:31:29: Aber auch eure Kanzlei wettet ja darauf, dass KI eine große Rolle spielen wird.

00:31:35: Mhm, Inzwischen macht treffe sie auch.

00:31:37: ich, ja eben, ich treffe auch niemanden mehr, der das irgendwie bezweifelt. Das wäre ungefähr so, wie wenn man sagt, Computer, Ja.

00:31:43: der es mal überholt.

00:31:46: Also da ändert sich auf jeden Fall sehr viel.

00:31:50: Ja, und gerade im IP hat KI einfach riesige Auswirkungen.

00:31:53: Also nicht nur in der Arbeit, in der du KI benutzt, sondern KI hat auch unglaublich viele super spannende Rechtsfragen.

00:31:59: Und durch KI entstehen halt auch wirklich einfach richtige Mandate und neue Beratungsfelder.

00:32:05: Also gerade auch in unserem Bereich.

00:32:06: Das ist schon cool.

00:32:08: Ich habe, sage ja ganz gerne in meinen Schulungen, so gefühlt ist Urheberrecht tot.

00:32:12: Das ist jetzt böse und das Mhm.

00:32:14: gilt sicher auch nur für einen kleinen Bereich.

00:32:17: Aber alles, so mit Texten und Bildern im Internet und so zu tun hat, wird es ja immer schwieriger zu sagen, was Ja.

00:32:23: ist jetzt urheberrechtlich geschützt, was ist nicht urheberrechtlich geschützt.

00:32:25: Seit es Social Media gibt, werden Bilder geteilt, ohne irgendjemanden zu fragen.

00:32:29: Ja, also da werden wir sehen, wie dieser Kampf ausgeht.

00:32:34: Also es gibt ja jetzt verschiedene Verfahren gegen OpenAI und Suno und auch gegen, ne doch genau, die waren das ja, wo einmal der kleine Drache Kokosnuss von Hmm.

00:32:45: Random House klagt gegen OpenAI und auch das Neinhorn aus dem Carlsen Verlag, weil da die Rechteinhaber einfach, ja genau, schön wär's, aber...

00:32:55: Weil die Rechteinhaber, finde ich, zu Recht keinen Bock haben, dass irgendwie die großen KI-Anbieter mithilfe von Raubkopien aus so russischen Schattenbibliotheken ihre Modelle trainieren, wo diese ganzen Werke drinstecken, diese Modelle jetzt alle wunderbar funktionieren und man damit Milliarden verdienen kann.

00:33:14: Auch noch im Output diese Sachen generieren, mit denen sie trainiert wurden und du als Rechteinhaber nichts davon bekommst.

00:33:20: ich finde es urheberrechtlich auch total schwierig.

00:33:24: Wie siehst du die?

00:33:26: Es gibt ja, ich würde sagen, eine ähnliche Fragestellung bei juristischen Datenbanken.

00:33:31: Hm?

00:33:32: Also jedenfalls muss das immer hinter der Firewall sein oder was wird jetzt gerade gerade rausgegeben?

00:33:39: Ich meine, jeder, jeder große Hersteller von KI arbeitet mit irgendeiner riesigen Kanzlei zusammen, ob es Freshfields ist oder Dentons.

00:33:47: Ich weiß leider nicht, wäre toll, wenn du da Insights hast, was die genau miteinander verabreden.

00:33:53: Die werden ja Hm?

00:33:53: nicht die Mandantendaten rübergeben, aber geben sie Strategien rüber oder erklären sie nur die Prozesse.

00:33:59: Also ich glaube, ich müsste mir mal jemanden einladen aus so einer Kanzlei.

00:34:03: Aber hast du da Insights oder was glaubst du, was wird da an juristischem Wissen weitergegeben?

00:34:09: Also was die an juristischen Wissen weitergeben, weiß ich nicht.

00:34:12: Also ich weiß nur, dass in diesen größeren, wo die mit Anthropic oder OpenAI oder Google und so kooperieren, dass die da viel geileren Produkt-Support bekommen, wo sie eben auch mit, also zum Beispiel mit Hilfe, also gemeinsam mit Anthropic, gemeinsam bestimmte technische Lösungen und so umsetzen können.

00:34:30: Sowas beispielsweise. Und dann natürlich beide Seiten auch davon profitieren.

00:34:34: Du hast einerseits Anthropic Leute, die dir irgendwelche Cloud-Lösungen bauen, die dir keine Ahnung was bei deiner KI-DD helfen.

00:34:41: Und andererseits bekommt Anthropic natürlich einen Eindruck davon, was wiederum die Kanzleien und die Kunden brauchen.

00:34:48: Weil was man ja auch total sieht, ist, wie ja all diese Anbieter sich ja auch total krass auf den Rechtsmarkt stürzen, weil es wahrscheinlich einfach einer der besten Märkte ist, die es so gibt für KI.

00:34:57: Also inzwischen Google, Microsoft hat jetzt auch Copilot for Legal seit irgendwie drei, vier Tagen.

00:35:01: Es gibt jetzt wirklich keinen mehr, der nicht irgendwie im Legal Game mitschwimmt.

00:35:06: Da habe ich manchmal den Eindruck, das Bottleneck eher noch die Outsourcing-Verträge sind, Mhm.

00:35:12: wo sie einem jedenfalls, wenn man bisschen kleiner ist, nicht die entsprechenden Verträge geben.

00:35:17: Weißt Ja.

00:35:17: du eigentlich zwischen ob Claude und Anthropic angekündigt, dass es so einen Vertrag geben soll für Rechtsanwälte?

00:35:23: Hast du da Neuigkeiten?

00:35:24: Gibt es den jetzt?

00:35:25: Also es gibt welche, die den schon haben, aber es ist noch nicht für die Allgemeinheit zugänglich, soweit ich weiß.

00:35:31: Aber es ist nur eine Frage der Zeit und sobald du die natürlich hast, finde ich, dann wird es natürlich auch echt schwierig für Legora und so weiter, noch die eigene Leistung zu rechtfertigen.

00:35:43: Aber gut.

00:35:44: Ich bin gespannt.

00:35:45: Also das ist jeden Fall was, man sich anschauen muss.

00:35:49: Ich bin damit jetzt schon am Ende angekommen oder wir sind am Ende der Zeit, die wir heute haben.

00:35:55: Ich habe aber eine abschließende Frage an Mhm.

00:35:58: dich. zwar wir haben jetzt viel darüber gesprochen.

00:36:01: Was war, was passiert gerade und was würdest du dir denn aber für die Zukunft des Rechts wünschen?

00:36:08: Mit KI oder ohne?

00:36:10: Ganz egal welcher Aspekt wäre dir wichtig.

00:36:13: Was brauchst du in Zukunft?

00:36:17: Also ich finde es wäre total schön, wir, also wenn wir erstmal in der gesamten Justiz und so weiter auf einen technischen Level kommen würden, der irgendwie vielleicht so im Jahr 2020 ist.

00:36:28: Da sehe ich es ganz wie Tom Braegelmann und auch alle anderen, die sich da völlig zurecht beschweren, wie irrsinnig altbacken das alles ist.

00:36:36: Und ich finde KI zeigt es einem umso mehr.

00:36:38: Ich meine, so geht es einem ja auch, wenn man irgendwie Siri von Apple benutzt und denkt, was ist das für ein Müll, wo du auf der einen Seite bist du gefühlt im Jahr 3000.

00:36:46: Und auf der anderen Seite bist du, wenn du mit der deutschen Justiz und Rechtsanwaltskammern und so weiter kommunizierst, bist du im Jahr 1958.

00:36:55: Und wenn wir da nur halbwegs auf so ein Level kommen würden, der gerade technisch angebracht wäre, wäre ich schon total glücklich. Wenn man dann noch tatsächlich innerhalb der Justiz KI und so was so nutzen könnte, wie man es nutzen könnte, dann hätten wir wahrscheinlich auch viel weniger Probleme mit diesen tausenden von offenen Richterstellen und sowas.

00:37:15: Weil was ist da an, mit was für einem Müll da Leute aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis ihre Zeit vergeuden müssen mit völlig uralten Systemen.

00:37:27: Und irgendwelchen Fluggastrechte fällen, immer und immer gleich sind, wo du genau weißt, das könnte heutzutage auch schon, ChatGPT, wunderbar alles dir durchrattern, dieses, es nur darum geht, dein Flug hatte jetzt zwei oder vier Stunden Verspätung und waren es jetzt 600 Kilometer oder 3500 und so, das ist ja so schematisch, dass da noch hoch ausgebildete JuristInnen sitzen, ist

00:37:46: einfach, ja, Quatsch.

00:37:48: Also das würde ich mir wünschen.

00:37:50: Aber wird wahrscheinlich erst mal noch ein Traum bleiben.

00:37:54: darf man ja.

00:37:54: Vielen Ja.

00:37:55: Dank, dass du deine Träume mit uns geteilt hast.

00:37:57: War auch ein Traum dieser Podcast.

00:37:58: Hat Sehr Spaß gemacht.

00:38:02: schön. Alles ist recht mit Tobias Voßberg.

00:38:04: Tobi, vielen, vielen Dank, dass Ja, du da danke warst.

00:38:06: Daniel.

00:38:07: Ich freue mich auf die nächste Gelegenheit und euch da draußen. Einen schönen Tag, zum nächsten Mal.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.